Die Digitale Strategie eines Unternehmens ist darauf ausgerichtet

diese ganzheitlich zu digitalisieren und nicht nur einen Teilbereich.

Was kann man alles digitalisieren? Betroffen sind Produktions-, Vertriebs-, Management-, Marketing- und Verwaltungsprozesse, kurzum alles. Aber. Nicht jeder dieser Bereiche lässt sich im selben Umfang digitalisieren. Daher sollte jedes Unternehmen zunächst Handlungsfelder für die digitale Strategie eingrenzen und nach diesen eine individuelle Roadmap erstellen. Das schafft eine klare Struktur für die Ableitung der erforderlichen Maßnahmen.

Wie ist die Begrifflichkeit der Digitalisierung zu verstehen?

Natürlich hat auch die Digitalisierung etwas mit Computern zu tun, doch der wesentliche Unterschied zum vorangegangenen Schritt der „Computerisierung“ ist die umfassende digitale Vernetzung, die das Internet seit Mitte der 1990er Jahre ermöglicht. Nicht nur Menschen sind miteinander vernetzt, sondern auch Menschen mit Maschinen und Maschinen untereinander. Nicht zuletzt gibt es eine Vernetzung von verschiedenartigen Prozessen:

  • Produktionsprozesse sind mit Finanzströmen vernetzt.
  • IoT erlaubt es in Koppelung mit der Blockchain oder dem DAG (directed acyclic graph, eine der Blockchain ähnliche Technologie), Leistungen von Maschinen untereinander mit Kryptowährungen zu bezahlen. Die Kryptowährung IOTA wurde zu diesem Zweck entwickelt. Darüber hinaus bezahlen Händler vielfach automatisiert die Lieferungen des Herstellers, dieser wiederum die Halbzeuge seiner Zulieferer.
  • Produktionsprozesse sind automatisch mit Logistikketten vernetzt. ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) von Herstellern, Abnehmern und Lieferanten fordern automatisiert Nachschub an und auktionieren sogar die Preise.
  • Menschen sind untereinander so umfassend vernetzt wie noch nie.
  • Menschen erhalten durch die Mensch-Maschine-Vernetzung ständig Informationen von Maschinen.

All das gehört zur Digitalisierung. Wenn ein Unternehmen eine Digitalstrategie implementieren will, sollte es auf diese und weitere Handlungsfelder schauen. Schauen wir uns nun einzelne Handlungsfelder einer digitalen Strategie an.

Handlungsfeld Recruiting und Arbeitskultur

Das Recruiting ist zumindest in größeren Unternehmen schon weitgehend digitalisiert. Die KMU ziehen inzwischen nach. Wer es noch nicht in seine Digitalstrategie implementiert hat, sollte sich hierzu Beratung holen. Es gibt Softwareprogramme, die aus einer standardisierten Online-Bewerbung automatisch die besten Kandidaten herausfiltern und diesen sowie dem Personalchef einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vorschlagen – mit Eintrag in den Terminkalender des Personalers.

Die Programme sind noch nicht ganz perfekt, doch von Online-Bewerbungen überflutete Personalabteilungen entlasten sie deutlich. Auch die Arbeitskultur, mit der schon eingestellte Mitarbeiter gebunden werden sollen, lässt sich mit digitalen Methoden verbessern. So sind die Mitarbeiter dankbar, wenn sie über digitale Plattformen miteinander kooperieren und Meetings auf digitalem Weg – per Online-Videokonferenz – abhalten können. Auch interne Boni können digital berechnet und gewährt werden.

Handlungsfeld Marketing und Vertrieb

Kunden sind der wichtigste Erfolgsfaktor von Unternehmen. Der Kontakt und Umgang mit ihnen lässt sich hervorragend digitalisieren.

Die Kunden erwarten das auch: Aus ihrer Sicht sollte ein Unternehmen auf allen digitalen Kanälen omnipräsent sein. Wenn es das schafft, muss der Dialog mit den Kunden geführt, mehr noch, er muss nahtlos orchestriert werden. Inhaltliche Mehrwerte und authentische Reaktionen auf das Kundenfeedback in Echtzeit sind moderne Anforderungen. Digitale Kundenkontaktpunkte sind unter anderem:

  • Homepage
  • Online-Shop
  • Facebook, Twitter & Instagram
  • Kundenforum
  • Fachportale (je nach Branche und Angebot)
  • weitere viele weitere Plattformen und Netzwerke

Die Vielfalt ist nötig, da sich Kunden eigene „Informationswelten“ schaffen. Den nötigen Input dafür sollte das Unternehmen selbst so umfassend wie möglich bereitstellen – sonst überlässt es seinen Kritikern das Feld. Zur digitalen Kommunikationsstrategie gegenüber den Kunden gehören gut gemachte Inhalte und attraktive Services.

Zu erreichen ist das über ein ausgefeiltes Content Management, das die Qualität der Inhalte sowie die Orte und die Frequenz der Publikationen überwacht. Eine weitere Möglichkeit eröffnet die Digitalisierung mit einem verstärkten Inbound-Marketing. Es bedeutet, nicht die Kunden mit Werbung zu beschallen oder gar direkt zu kontaktieren, sondern sich im Gegenteil von ihnen finden zu lassen. Die digitalen Werkzeuge hierfür sind Social Media Marketing und Suchmaschinenmarketing.

Letzteres lässt sich in SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Search Engine Advertising, Suchmaschinenwerbung) unterteilen. SEA ist zwar Werbung, unterscheidet sich aber von ihrer klassischen Offline-Schwester dadurch, dass sie in der Suchmaschine nur auftaucht, wenn der Kunde bestimmte Keywords eingibt.

Er findet also etwas, wonach er selbst aktiv gesucht hat. Bei solchen Maßnahmen ist übrigens der sogenannte „Zero Point-of Truth“ zu beachten. Das ist der winzige Moment, in welchem sich der Kunde entscheidet, ob er die angebotenen Informationen aufnimmt oder weiterklickt. Ein digitaler Auftritt muss daher von der ersten Sekunde an fesseln. Inwieweit das funktioniert, lässt sich mit digitalen Tools wie Google Analytics ermitteln.

Aber nicht nur Inbound spielt im Rahmen des digitalisierten Marketings eine wichtige Rolle. Durch die „neuen“ technischen Möglichkeiten, wie programmatischer Einkauf… ermöglicht zum Beispiel der Wechsel von einer generisch gesteuerten Banner-Kampagne hin zu einer regional und emotional geprägten Kommunikation den wahrscheinlich passenden Interessenten zu erreichen.

Digitales Handlungsfeld Geschäftsmodell

Geschäftsmodelle lassen sich auf digitalem Weg ausgezeichnet modernisieren. Für Händler und Hersteller bieten ERP- und CRM-Systeme die digitale Basis. ERP ist das Enterprise Resource Planning. Die Ressourcen wie Betriebsmittel, Kapital, Material, Personal und Kommunikations-/Informationstechnik werden mit solchen softwarebasierten Systemen digital gesteuert.

Die Basis einer erfolgreichen Digitalisierung bildet die effektive Nutzung aller im Unternehmern verfügbaren Daten, Personen und Tools – die im perfekten Zusammenspiel ein kundenzentriertes, am Bedarf des Kunden orientiertes, effizientes arbeiten ermöglichen.

Das gewährleistet den effizienten betrieblichen Wertschöpfungsprozess. Die betrieblichen Abläufe werden stetig optimiert.

Die erwähnten Beispiele zeigen, dass die Digitalisierung die Unternehmen zwar fordert, doch gleichzeitig auch enorme Chancen generiert. Wer diese ergreift, hat im Wettbewerb des Industriezeitalters 4.0 die Nase deutlich vorn.

Sie wollen die Nase vorn haben? wir begleiten Sie auf gerne auf dem Weg.

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